Schadstoffimmissionsprognosen

Schadstoffe und Stäube, wie sie z.B. von Kraftfahrzeugen, Gewerbe-/Industrieanlagen oder Tierhaltungsbetrieben freigesetzt werden, können Gefahren bzw. erhebliche Nachteile für Mensch und Umwelt bedeuten. Ausbreitungsrechnungen für luftgetragene Schadstoffe und Stäube werden vorwiegend im Rahmen von Genehmigungsverfahren und für großräumige Studien (Luftreinhaltepläne) durchgeführt. Die in Deutschland maßgebliche Verwaltungsvorschrift zur Ermittlung und Bewertung von Schadstoff- und Staubkonzentrationen ist die Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft). Daneben werden vor allem die 23. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (VO über die Festlegung von Konzentrationswerten) und 30. BImSchV (VO über Anlagen zur biologischen Behandlung von Abfällen) zur Beurteilung berechneter oder gemessener Schadstoffimmissionen herangezogen.

Beispiel: Prognose der Ammoniakimmissionen im Umfeld einer modernisierten Legehennenanlage. Dargestellt sind die Jahresmittelwerte der NH3-Konzentrationen in 1,5 m Höhe über Grund (Zusatzbelastung)

Zur Prognose von Schadstoffimmissionen ist eine genaue Kenntnis der Emissionsverhältnisse, der Geländestruktur bzw. der Bebauung und der meteorologischen Ausbreitungsverhältnisse nötig. Die Modellierung der Emissionsverhältnisse beginnt im einfachsten Fall mit einem Kamin als Punktquelle und führt bis zum komplexen Verband zahlreicher Punkt-, Linien- und Flächenquellen. – Zur Modellierung der Ausbreitungsvorgänge müssen Windstatistiken oder -zeitreihen für den Standort der Schadstoffquelle(n) vorliegen. Auch Kaltluftabflüsse, Inversionslagen oder orografisch stark gegliedertes Gelände können die Ausbreitungsverhältnisse wesentlich beeinflussen und sind ggf. näher zu untersuchen.

Für die folgenden Bereiche liegen Referenzen vor:

  • KFZ-Immissionen (Benzol, Ruß, NO2)
  • Landwirtschaft (Ammoniak aus Tierhaltungsanlagen)
  • Gewerbe (Formaldehyd/Entkeimungskammer etc.)
  • Industrie (Staub/Kraftwerke)

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