Verschattungsgutachten

Wir erstellen Gutachten für Verschattungen und Schattenwurf durch Gebäudekomplexe, Hochbauten und Einzelgebäude. Auf der Grundlage von 3-dimensionalen CAD-Gebäudemodellen,  z. B. im dwg- oder dxf-Format, werden der Gebäudebestand modelliert und die Planungsvarianten hinzugefügt. Für bestimmte Stichtage wie den 17. Januar und den 21. März, für das gesamte Jahr oder für beliebige andere Zeiträume werden Verschattungsprognosen für Bestand und Planung durchgeführt und deren Ergebnisse an den zu untersuchenden Gebäudefassaden oder Fenstermitten graphisch und numerisch dargestellt:

Farbkodierte Ergebnisdarstellung der prognostizierten Besonnungsstunden am 21. März – Blick aus südwestlicher Richtung auf das 3D-Gebäudemodell einer innerstädtischen komplexen Wohnbebauung

Die Verschattungswirkungen werden im Regelfall für eine (astronomisch) maximal mögliche Sonnenscheindauer auf der Grundlage der geographischen Breite und Zeitzone des Gebäudestandortes berechnet. Nach DIN 5034 wird für die beiden Stichtage am 17. Januar und am 21. März die Minderung der Besonnungsstunden an den relevanten Gebäudeteilen im Vergleich der Bestands- mit der Planungssituation dargestellt: 

Berechnete Besonnungsstunden an der Südfassade eines Mietshauses für den 17. Januar (südlich des Hauses ist ein weiteres Gebäude geplant)

Grundsätzlich lassen sich im Rahmen der Verschattungsprognosen auch Bewölkungsdaten berücksichtigen, wodurch eine genauere Aussage zu den tatsächlichen Besonnungs- bzw. Verschattungszeiten möglich ist. Die zeitliche und räumliche Auflösung der Verschattungsberechnungen richtet sich nach der Komplexität des Gebäudemodells und der gewünschten Untersuchungstiefe.

 

Grundsätzliches sowie Einzelheiten zur Schattenprognose können hier nachgelesen werden.

 

Bewertungsmaßstäbe für ausreichende Besonnungsverhältnisse

Hinsichtlich der Beurteilung von Verschattungswirkungen gibt es weder verbindliche regulative Vorgaben noch planungs- oder bauordnungsrechtlichen Festlegungen. Ergebnisgröße der Verschattungsanalyse ist in der Regel die prozentuale Zunahme der Verschattungsstunden durch das Bauvorhaben an beurteilungsrelevanten Orten wie der Fenstermitte des betroffenen Wohnraumes eines Anwohners. Ob eine Verschattung als unzumutbar und/oder rücksichtslos zu werten ist, das heißt, die Frage nach der Zumutbarkeit von Verschattungswirkungen, wird unterschiedlich meist anhand allgemeiner Anforderungen der Bauordnungen sowie vergleichbarer Fälle von Behörden und Gerichten beantwortet.

Häufig wird eine Bewertung der berechneten Verschattungs- bzw. Besonnungszeiten anhand der Norm DIN 5034-1 vorgenommen, die in mindestens einem Wohnraum für den 17. Januar mindestens 1 Stunde und für die Tag- und Nachgleiche (21. März) mindestens 4 Stunden empfiehlt.

In dichter innerstädtischer Dreiseiten- oder Blockrandbebauung sind diese empfohlenen Besonnungszeiten jedoch oft schon in der Bestandssituation unterschritten, so dass bei der Beurteilung der Planungssituation eine Abwägung erforderlich ist. Auch die Einhaltung von Abstandsflächen stellt nicht sicher, dass keine erheblichen Verschattungen im Umfeld des betreffenden Gebäudes auftreten können, da nicht nur die Wandhöhe, sondern auch die Lage und Details der Kubatur eines Gebäudes die Verschattungsdauer am Beurteilungsort bestimmen.

Einsatzpraxis

Vorwiegend werden Verschattungs- und Besonnungsgutachten im Zusammenhang mit Um- oder Neubauten, bei der Aufstellung von Bebauungsplänen, im Bereich der Gebäudebewertung (Wertminderung durch Verschattungen) und zur Untersuchung der Verschattungs-/Besonnungsverhältnisse in einem Baugebiet (Verschattungsstudie) in Auftrag gegeben. Auch bei Erweiterungsvorhaben, beispielsweise der Aufstockung oder dem Ausbau von Dachgeschossen, sind Belichtungsgutachten mitunter erforderlich, um an sensiblen Orten bzw. Nutzungen wie der Spielplatzfläche im Innenhof einer Blockrandbebauung, Terrassen und Balkons die prozentuale Minderung der Besonnungszeit zu ermitteln.

Als Gutachter für gebäudebedingte Verschattungen verfügen wir über mehrjährige Erfahrungen im Bereich von Verschattungsprognosen. Die Beschattungsgutachten bzw. Besonnungsgutachten werden auf der Grundlage genauer Standortkenntnisse, Lagepläne, Grundrisse und Unterlagen zum Bauantrag mit einem validierten Prognosemodell erarbeitet.

Eine Referenzliste schicken wir Ihnen gerne auf Anfrage zu.

 

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